7.3 Objekte anordnen, Überblendungen und Crossfades

Objekte anordnen, Überblendungen und Crossfades Die Anordnung von Medienobjekten in der Timeline ist zwar intuitiv, dennoch erleichtern Tastatur-Shortcuts und Bedienhinweise die Arbeit. Wenn du dich mit den nachfolgenden Schritten vertraut gemacht hast, sollte das Editieren in der Timeline zügig von der Hand gehen. Wir wiederholen hier noch einmal kurz die im Schnelleinstieg beschriebene Vorgehensweise, bevor wir tiefer in die Materie einsteigen. Bilder und Videos in einer Spur anordnen
Klicke auf ein Bild im Pool und ziehe es mit gedrückter linker Maustaste in eine Spur der Timeline. Bevor du das Objekt in der Spur fallen lässt, signalisiert eine grüne Fläche mit dem Hinweis Objekt einfügen, dass das Bild an dieser Stelle platziert werden kann. Wenn du die Maustaste loslässt, wird das Thumbnail (Vorschau) des Bildes angezeigt. In der gelben Infozeile des Bildes siehst du die Standzeit von 7 Sekunden und, durch einen vertikalen Strich getrennt, den Dateinamen. Der Locator steht am Anfang des Bildes. Ein zweites Bild kannst du auf die gleiche Art hinter dem ersten Bild in derselben Spur platzieren. Mehrere Bilder automatisch überblenden Für ganz Eilige (oder wer nur schnell ein paar Bilder als kleine Show arrangieren möchte) gibt es eine automatische und sehr komfortable Möglichkeit, dies in nur einem Arbeitsgang zu erreichen. Wähle mehrere Bilder im Bilderpool aus, indem du sie mit gedrückter Strg-Taste anklickst. Ziehe anschließend diese Bildauswahl in eine Spur. Wings überblendet die Bilder mit der Standard-Überblendung von 1 Sekunde und einer Standzeit von 7 Sekunden, ohne dass du dich um weitere Schritte kümmern musst. Im Beispiel rechts wurden 4 Bilder ausgewählt. Der grüne Bereich zeigt den dafür benötigten Platz unmittelbar an. Beim Loslassen der Maustaste siehst du die Bilder mit ihren Thumbnails und Überblendungen. Die weiße Linie am Anfang eines jeden Bildes kennzeichnet den Einblendbereich von 1 Sekunde. Die Standardzeiten für Einblendzeit und Standzeit kannst du in den Einstellungen ändern. Auch wenn Bilder bereits in einer Spur liegen, lassen sie sich nachträglich sehr einfach überblenden. Selektiere die Bilder, die überblendet werden sollen. Achte darauf, dass Crossfade aktiviert ist. Die Bilder müssen zwar in einer Spur, nicht jedoch unbedingt hintereinander liegen. Im Kontextmenü wählst du Mit Standardzeiten überblenden. Vorher veränderte Einblendzeiten werden auf den Standard zurückgesetzt. Lediglich manipulierte Helligkeitseinstellungen werden übernommen und sollten nachträglich überprüft werden. Crossfades erstellen Wahrscheinlich wirst du die individuelle Einstellung von Blenden und Standzeit bevorzugen. Auch das ist in Wings kein Hexenwerk und mit wenigen Mausklicks erledigt. Ziehe zwei Bilder aus dem Pool in eine Spur wie weiter oben beschrieben. Sie liegen nun hintereinander. Als nächstes aktivierst du die Option Crossfades in der Toolbar. Klicke dazu auf das Symbol. Es wird daraufhin gelb dargestellt und damit als „aktiv“ gekennzeichnet. Ziehe nun das rechte Bild auf das linke. Während die Bilder überlappen, zeigt die Diagonale den Überblendbereich an. In der Infozeile werden gleichzeitig die numerischen Werte dazu angezeigt. Im nebenstehenden Beispiel haben wir eine Einblendzeit von 2.0 Sekunden und eine Standzeit von 5.0 Sekunden. Das Bild kann jederzeit in seiner Position verändert werden. Dabei ändert sich lediglich die Länge der Überblendung. Nochmals als Erinnerung: Wenn du Objekte in einer Spur verschiebst, werden sie leicht transparent dargestellt, damit das darunter liegende Bild sichtbar ist. Nach Loslassen der Maus wird die Transparenz wieder aufgehoben. Drückst du die Taste T, wird für die Dauer des Drückens die Transparenz wieder aktiviert und du kannst Anfang und Ende aller Objekte beurteilen. Überblendbereich verschieben Natürlich kann auch die zeitliche Position der Überblendung verändert werden. Fasse dazu den linken Rand des rechten Bildes an. Der Mauszeiger wird zu einem horizontalen Doppelpfeil. Mit gedrückter Maustaste kannst du den Überblendbereich in der Zeitachse verschieben, ohne dass sich die Dauer der Überblendung ändert. Auf diese Art ist es leicht möglich, die Überblendung beispielsweise auf einen Musiktakt zu legen. Solltest du beim Experimentieren mit Crossfades das rechte Bild über den Rand des linken Bildes hinaus verschieben, wird das linke Bild verdeckt. Es ergeben sich dadurch unter Umständen merkwürdige Blenden. Die Taste T hilft in diesem Fall, das verdeckte Bild zu identifizieren. In extremen Fällen wird ein verdecktes Bild auf die Länge 0 reduziert und ist dann nur noch als weiße Linie zu erkennen. In der Wiedergabe blitzt es dann nur kurz auf. Crossfades kannst du entweder über die Toolbar aktivieren, oder indem du zweimal kurz hintereinander die Taste C drückst. Möchtest du nur für einen Arbeitsschritt Crossfades aktivieren (oder deaktivieren) halte beim Verschieben des Objekts C gedrückt. Der Crossfade wird damit nur temporär ein- bzw. ausgeschaltet. Standard Überblendungen
Wings X sieht bei Bildern und Videos neben der Standzeit von 7 Sekunden eine Einblenddauer von 1 Sekunde vor. Eine Ausblendzeit ist bei digitalen Objekten nicht nötig, weil die Einblendung eines Bildes das vorhergehende Bild automatisch überdeckt. Ziehe also nacheinander zwei Bilder in die Timeline und schiebe dann das zweite Bild in das erste. Während des Verschiebens werden die Bilder transparent, sodass du das Ende des ersten Bildes erkennen kannst. Wichtig ist dabei, dass die Einblendung des zweiten Bildes nicht nach dem Ende des ersten Bildes enden darf, weil bei der Wiedergabe sonst ein Blitzer entsteht. Rechts ist dies zu erkennen. Das erste Bild ist an der Stelle des Mauszeigers zu Ende, die Einblendkurve des 2. Bildes aber noch nicht bei 100 %. Solange du die Taste T gedrückt hältst, wird die Transparenz auch ohne die Verschiebung von Objekten eingeschaltet. Objekte in mehreren Spuren anordnen Grundsätzlich spielt es vom Ergebnis aus betrachtet keine Rolle, ob du Bilder oder Videos in einer oder in mehreren Spuren überblendest. Das Ergebnis ist das gleiche. In der Eco-Version, die nur drei Spuren zur Verfügung stellt, bietet es sich natürlich eher an, nur eine Spur zu verwenden. Für dein Audio benötigst du auf jeden Fall eine separate Spur. Schauen wir uns ein Beispiel mit zwei Spuren an. Ziehe also ein Bild in die unterste Spur und das nächste Bild in die Spur darüber. Nun verschiebe das zweite Bild so weit nach links, dass das Ende der Einblendung am Ende des vorherigen Bildes oder links davon liegt. Der Locator steht in der Abbildung rechts am Ende der Einblendung. Darunter ist also noch ein wenig „Fleisch“. Das ist deshalb wichtig, damit die Einblendung sauber abläuft. Wäre das erste Bild vorher zu Ende, entsteht bei der Wiedergabe ein Blitzer. Der Vorteil bei mehreren Spuren ist, dass du Anfang und Ende der Objekte jederzeit im Blick hast. Bei mehreren Spuren ist es ratsam, von unten nach oben zu arbeiten. Da Objekte immer mit einer Einblendkurve versehen sind, brauchst du dich erst einmal nur um die Position zu kümmern und die Kurve nicht anpassen. Du kannst das nachfolgende Bild auch wieder auf die Spur darunter ziehen, musst dann jedoch das vorherige Bild mit einer Ausblendung versehen und die Einblendung des unteren Bildes auf 0 setzen. Hinweise beim Verschieben von Objekten Manchmal möchte man Objekte numerisch genau ausrichten. Dazu werden beim Anklicken eines Objektes (Maus gedrückt halten) in der Infozeile drei Zahlen sichtbar. Die Standzeit bezeichnet dabei nicht die Gesamtlänge des Objekts, sondern die Zeit zwischen Ein- und Ausblendung. Die Addition der drei Werte ergibt die Gesamtlänge des Objekts.